Destiny – The best 7/10

Eine Geschichte voller Missverständnisse.

Ich habe schon viele MMO’s gespielt. Mal bessere, mal schlechtere. Aber keines hat mich so gespalten wie Destiny.

Obwohl MMO eigentlich der falsche Begriff für Destiny ist. Eher Massive Online Gegrinde. Das ist vielleicht hart, aber andererseits ist es das, was bei mir hängen geblieben ist.

Ja, es hat ein richtig gutes Gameplay. Nie vorher hat mir ein Shooter an der Konsole so viel Spaß gemacht. Auch die Grafik ist herausragend – genauso wie das Leveldesign (Auf den 10×10 Metern, die die Welt uns „eröffnet“). Den PVP-Modus darf man natürlich an dieser Stelle auch nicht vergessen: ausgezeichnet.

Aber das reicht mir nun mal leider nicht.

Einfach weil ich weiß, dass es auch besser geht. Wenn der Titel jetzt von einem kleinen Studio wäre und Liebe im Detail stecken würde, dann wäre es sicherlich etwas anderes. Aber wir reden nun mal über ein Multimillionen Dollar Projekt, das über 10 Jahre ausgelegt ist – von einem namenhaften Entwickler wie auch Publisher.

Und dafür ist es einfach zu wenig, was rum kommt.

Eine Geschichte, die ich schon wieder vergessen habe und die auch so bedeutungslos ist, dass sie sowieso keinen juckt. Ein Crafting System, das eigentlich…ja, was ist es eigentlich? Fraktionen? Ja, gibt es, aber die unterscheiden sich wie Amanda Seyfried und Gemma Ward. Und wo wir gerade schon bei verwechselnd ähnlichen Dingen sind: Die Charakterwahl ist nicht nur überflüssig sondern auch noch irrelevant. Du willst Damage Dealer, Healer oder Tank sein? Gern, aber nicht bei Destiny. Das birgt so unfassbar wenig Spieltiefe wie Abwechslung.

Das einzig spannende und interaktive im Spielerhub ist der Ball.
Spielerhub: wer jetzt denkt, dass sich hier Teams finden können, man sich austauschen kann oder die letzte Waffe gehandelt werden kann, ist leider auf dem Holzweg. Der Spielerhub ist eher mit einem Laufsteg zu vergleichen, auf einem Basar, bei dem niemand schreit. Irgendwie sinnlos halt.

Das sind alles Dinge, die ich noch verzeihen kann. Wirklich. Aber dieses Gegrinde von Lichtpartikeln und den Engrammen… diese gottverdammten Engramme. Wer in der Anfangszeit von Destiny dabei war, weiß, was ich meine.

Von dem Content fang ich erst gar nicht an… wie Bungie halt.

Ja ich weiß, jetzt ist alles besser und die Entwickler haben auf die Community gehört. Aber das hätte man von Anfang an besser machen können, nein, müssen. Die Entwickler können mir auch nicht sagen, dass man das ja nicht wissen konnte. Es gibt nun mal leider viele MMO’s am Markt, bei denen man es sich hätte abschauen können. Ich für meinen Teil denke auch, dass es von Anfang an so geplant und gewollt war.

Ich habe um die 100 Stunden in der Welt von Destiny verbracht und auch die große Erweiterung ausprobiert. Das klingt viel – aber jeder, der schon mal ein paar MMO’s ausprobiert hat, weiß, dass das nicht die Kunst ist.

Destiny ist halt das beste 7/10 Spiel derzeit auf dem Markt. Wem das reicht, der wird eine Menge Spaß damit haben.

Euer Oliver von Project P

Wer eine andere Meinung zu Destiny lesen möchte, findet sie hier.

Destiny – The best 7/10

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Destiny – The best 7/10

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3 KOMMENTARE

  1. Mhm, der Artikel liest sich komplett anders, als der von Robert 😀

    Also ist die Community, wie es scheint, sehr gespalten. Ich habe das Spiel nicht gespielt, eben weil es ein Ego-Shooter auf Konsole ist. Ich hätte es aber sehr gerne gespielt, es sieht schon sehr Interessant aus.

    Wenn du aber etwas mehr Tiefe wünschst, ein komplexes MMO, dann schau dir doch mal BDO (Black Desert Online) an.

    Sobald ich Level 50 bin und PVP vernünftig antesten konnte, werde ich dazu einen Bericht hochladen.

    LG Ben von TTW & Seansstream

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