Destiny – Was ist unser Schicksal?

MMOs… Wenn wir das hören, denken wir zuerst an World of Warcraft oder jedes andere Spiel, das versucht so wie WoW zu sein. Nur wenige Spiele trauten sich in eine andere Richtung zu gehen und das Konzept MMO neu zu gestalten und die die es versuchten mussten leider auf den Erfolg verzichten. Fraglich warum sich Bungie dazu entschieden hat ein so hohes Risiko in Kauf zu nehmen und ein Spiel wie Destiny zu entwickeln und damit den Begriff „MMO Shooter“ zu prägen.

Schon bevor wir den ersten Destiny-Trailer auf der E3 2013 zu sehen bekamen oder bevor es findige Sucher auf einen Poster als Easter Egg in Halo ODST endeckten, selbst bevor Bungie sich diesem Speil annahmen, wagte sie bereits ein ähnliches Projekt vor. „Halo Titan“ nannte sich das Ganze und war auch als MMO Shooter für das Halo Universe gedacht. Bungie soll schätzungsweise schon 240 Millionen Dollar in dieses Projekt gesteckt haben, bevor sie es dann aber aus nicht näher erklärten Gründen wieder dicht machten.

Was davon übrig geblieben ist, sehen wir heute in „Destiny“. Jeder der „Halo“ gespielt hat weiß, dass das Gameplay für Konsolenshooter damit neu definiert worden ist und auch hier liegt eine der größten Stärken des Spiels. Aus der reichhaltigen Erfahrung die „Bungie“ mit „Halo“ machen konnte entstand ein wunderbares Spielgefühl, das auf Konsolen seinesgleichen sucht. Selten hat man die Maus weniger vermisst, als in diesem Spiel.

Was erwartete uns als wir das erste Mal „Destiny“ in unsere Laufwerke legten? Das Spiel fragt uns welcher Klasse wir gerne sein wollen und reißt nur kurz an was die Unterschiede sind. Danach sollen wir uns einen Charakter erstellen, der mit den begrenzten Mitteln die wir hatten, von nun an immer so aussehen wird. Jetzt geht es los! Ein kleiner fliegender Roboter, der sich selbst einen „Geist“ nennt, holt uns aus dem Reich der Toten zurück, nachdem wir eine wirklich lange Zeit dort waren. Das erste Mal das wir unseren Charakter nun selbst steuern können und mir selbst erstmal ein kräftiges WOOOW entlockte. Grafisch ein wirklich wunderschönes Spiel und das wahrscheinlich zu seiner Zeit bestaussehendste MMO. Wie in jedem Shooter werden wir erstmal durch eine Art Tutorial geschleift, in dem uns die Grundmechaniken des Spiels erklärt werden und das uns einen sehr atmosphärischen Einstieg in das Spiel zeigt. Was dann passiert, ist aber eure Geschichte die auf euch wartet.

„Destiny“ hat immer noch oft damit zu kämpfen das die Story nur mangelhaft erzählt ist und zu wenig Tiefe bietet. Das hat sich auch bis heute, nach 3 DLC, nur wenig verbessert. Lediglich die erzählweise und den Aufbau einer Geschichte konnte mit dem neusten Addon The Taken King um ein deutliches verbessert werden, aber auch hier fehlt die Tiefe. Es ist ja nicht so, dass sie nicht da wäre oder das Bungie nicht genug kreative Schreiber hätte. Es gibt ja tolle, spannende und interessante Geschichten über das Universum. Nur leider befinden diese sich nicht selbst im Spiel sondern auf der offiziellen Webseite von Bungie. Warum die Entwickler hier verpasst haben, diese mit in das Spiel einzubauen, kann man nur raten. Dennoch erwartet einen in Destiny noch vieles was genug Spannung und Nervenkitzel aufbaut.

Bitte lieber Gott, nur diese eine Waffe, nur dieses eine Mal!!!“ nur der Allmächtige selbst weiß, wie oft ich das gesagt habe auf der Suche nach der damals begehrtesten Waffe in Destiny. Die Gjallarhorn. Nahezu jeder der das Spiel gespielt hat, bevor es „The Taken King“ gab, wird diesen Namen kennen. Eine exotische Waffe, so mächtig und zerstörerisch, dass sie einfach jeder haben wollte. Ich selbst habe monatelang nach dieser Waffe gesucht und sie schlussendlich auch bekommen. Aber warum muss man so lange warten um diese Waffe zu bekommen? Was verbirgt sich hinter der Suche nach der „Gjallarhorn“? Dahinter steckt das Lootsystem in „Destiny“. Denn alles was exotisch ist, kann nur an bestimmten Stellen im Spiel gedroppt werden und das pro Aktion auch nur einmal die Woche und was du bekommst hängt alleine von dem allmächtigen Zufallsgenerator ab. Ich selbst habe mir drei verschiedene Charaktere erstellt, nur um die Chance zu erhöhen, diesen feuchten Traum eines Raketenwerfers zu bekommen. Wieso sollte man so lange nach dieser Waffe suchen? Wird das nicht langweilig? Nein, finde ich nicht, auch hier ist der Weg das Ziel.

Auf der Suche nach den besten Waffen und der besten Ausrüstung müssen wir erstmal das Endlevel erreichen. Das geht jetzt aktuell bis Level 40, danach leveln wir das sogenannte Lichtlevel von 0-320. Das Lichtlevel wird besser wenn wir Rüstungen, Gegenstände und Waffen finden, die im Wert selber von 0-320 gehen. Der Durchschnitt aus all diesen Werten ergibt unser Lichtlevel. Man muss nicht das höchste Lichtlevel erreichen um an den Endlevel-Aktionen teilzunehmen. Ab spätestens 310 kann man alles bedenkenlos machen.

Aber was gibt es denn in „Destiny“ noch zu tun, wenn man Level 40 erreicht hat? Das Zauberwort heißt Raids. Wie bei praktisch allen MMOs, gibt es auch hier PvE-Mehrspieler-Aktivitäten die man bis zu 6. in einem Team bestreiten kann. Hier liegt auch die wahre Stärke von „Destiny“, den während die Standard-Missionen doch wenig Abwechslung bieten, hat „Bungie“ hier all ihre Kreativität und ihr Können unter Beweis gestellt und ein wirklich abwechslungsreiches Erlebnis geschaffen, das auch nach dem 50sten Abschluss immer noch ein Gefühl von Befriedigung geben kann. Hier wartet auf den Spieler auch das beste Loot, um seinem Ziel, Lichtlevel 320 zu knacken, näher zu kommen. Es ist echtes Teamwork gefragt, wenn man die verschiedenen Aufgaben lösen möchte. Wenn man zum ersten Mal in einen Raid geht, ohne zu wissen wie er funktioniert dann brauch das auch gut und gerne mal 6-10 Stunden. Das absprechen unter deinen Kameraden und das ausprobieren verschiedener Möglichkeiten und zusammen an das Ziel zu kommen ist dabei schon fast besser als das Loot.

So lange wie ich schon mit meinem Fireteam spiele, konnte sich über die Zeit echte Freundschaften entwickeln die auch außerhalb von der Welt von „Destiny“ stattfinden. Denn im Endeffekt hängte alles von deinen Freunden, Fireteamsbros, Kameraden und der ganzen Community in „Destiny“ ab, ob man dieses Spiel mal für eine Stunde spielt oder ob es einen seit über 800 Stunden (wie in meinem Fall) nicht mehr los lässt.

MMOs… Wenn ich das Wort höre, denke ich also an tolle Spielerlebnisse, spannende Herausforderungen und Freunde mit den ich fast täglich spiele.

Euer Robert von Project P

Destiny – Was ist unser Schicksal?

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