Vor wenigen Tagen haben wir euch einen skeptischen Blick auf die Overwatch League (OWL) geboten. Besonders kritisch sahen wir die kaum vorhandene Kommunikation seitens Blizzard mit den E-Sport-Organisationen. Nun zieht der Spiele-Puplisher nach und veröffentlicht ein erstes Konzept.

Städte Slots

Rod „Slasher“ Breslau, ein weltweit angesehener E-Sport-Journalist, veröffentlichte vor kurzem via Twitter ein Bild. Auf diesem war der erste Konzeptversuch der Overwatch League zu sehen. Die OWL sollte laut diesem 16 Städte-Slots bekommen, in welche sich Organisationen einkaufen können. Die Städte wären folgende: Los Angeles, New York, Boston, Washington D.C, Dallas, San Francisco, Seattle, Chicago, Miami, Toronto und Mexico City für Nordamerika. Paris, London und Frankfurt für Europa. Seoul und Shanghai für Asien. Blizzard würde mit dieser Version der Overwatch League 70% der Teams in den USA ansiedeln.

Das erste Konzept der Overwatch League
Das erste Konzept der Overwatch League

Breslau äußert sich zu der Verteilung:

Ich persönlich  heiße unseren neuen „globale-Städte“-E-Sport mit 70% der Teams aus Nordamerika und wahrscheinlich allen stattfindenden Spiele der OWL in Süd-Californien willkommen.

Laut SBD (Sports Business Daily) schwanken die Preise für die Städte-Slots in der Overwatch League stark. Während ein Slot einer kleineren Stadt ungefähr 2-5 Millionen US-Dollar wert ist, liegt der Preis für den Slot von Los Angeles zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar.

Weitere Fragen kommen auf

Mit diesem Rohentwurf sind ein paar weitere Informationen zu der Overwatch League veröffentlicht worden. Jedoch wirft dieser im Endeffekt mehr Fragen auf, als er beantwortet. Schließlich wissen wir immer noch nicht wie viele dieser Slots zur Verfügung stehen, oder ob mehrere Teams eine Stadt vertreten können.

Kritiker lassen anmerken, dass durch diese Verteilung kaum ein internationaler Vergleich gezogen werden kann. Die USA hätten allein durch die Masse an Teams einen Vorteil. Dadurch wäre eine Weltmeisterschaft für Sponsoren und Organisationen außerhalb Nordamerikas wieder uninteressant.

So könnte die Overwatch League aussehen.
So könnte die Overwatch League aussehen.

Außerdem stellt sich die Frage, ob Spieler außerhalb ihrer Heimatregion leben und spielen dürfen. Sollten zum Beispiel Organisationen aus Europa nur Spieler aus Europa verpflichten dürfen, so würde dies für manche Städte dieser Liste die Auswahl sehr beschränken. Selbst, wenn dem nicht so wäre, würde hierbei das allseits bekannte Problem des E-Sports auch in der Overwatch League auftreten: Das Visum der Spieler. Ob und wie dieses Problem von Blizzard gelöst wird, bleibt offen.

Eine mögliche Lösung?

Die Fangemeinde ist heiß auf Informationen und auch Spieler und Organisationen benötigen dringend welche. Im Moment wirkt es aber so, als würde Blizzard zwar wissen, was sie mit der Overwatch League erreichen wollen, doch mit der Umsetzung Schwierigkeiten haben. Eine mögliche Lösung wäre, wenn man ähnlich wie in anderen E-Sport-Titeln ein Regionen-System einführen würde. Die besten Teams, der jeweiligen Regionen könnten dann in internationalen Events gegeneinander antreten. Den Städte-Aspekt könnte man damit leicht verbinden und somit trotzdem neue Wege einschlagen.

Was ist eure Meinung zu der Verteilung der Städte-Slots aus dem Konzept? Welches Team würdet ihr gerne in der Overwatch League sehen?

 

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